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Wachstuch – die Bienenwachs-Alternative zu Frischhaltefolie

Alternative Verpackung

Die Müllberge von uns Menschen erreichen Teils schon Dimensionen der Voralpenlandschaft – allerdings mit weniger Idyll. Darum aber auch weil es vielen Menschen schlicht appetitlicher ist, werden Alternativen zu umfangreichen und regelmäßigen Verpackungen gesucht. Unverpacktläden sind da so ein Ansatz (ok früher gab es mal Kolonialwarenläden und die hatten auch lose Ware ohne Folie ;-)) ein anderer ist im täglichen, häuslichen Umgang die Frischhaltefolie oder auch Aluminiumfolie an einigen Stellen zu ersetzten. Das kann gelingen” Bspw. mit einem durch Bienenwachs imprägnierten Baumwolltuch…

Bienenwachs-Tücher selber machen

Viele Kunden sind im Jahr 2019 genau deswegen auf uns zugekommen und haben um Bienenwachs zur eigenen Herstellung von Bienenwachstüchen gebeten. Insbesondere auch als Produkt für Weihnachtsmärkte gab es starke Nachfrage. Im Folgenden eine Kundenrückmeldung:

Bienenwachstücher für den Adventsbasar…

…haben wir dank einer Spende vom Bienenhirten, selbst erstellen können.

 Wir, das sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b von der Förderschule für motorische und körperliche Entwicklung, Schule am Marsbruch in Dortmund Aplerbeck.

Weil wir ein Zeichen gegen Verschwendung und für ein umweltfreundlicheres Handeln setzen wollten, war es uns ein Anliegen, Handarbeiten auf dem Adventsbasar anzubieten, die nicht nur schön anzuschauen sind, sondern auch noch einen Sinn haben. So kamen wir auf Bienenwachstücher, die eine ökologische Alternative zur Frischhaltefolie und Co. sind.

Nachdem der Plan stand, bauten wir schon weit vor der Weihnachtszeit eine kleine Produktionsstätte in unserer Klasse auf, um nach und nach Bienenwachstücher in unterschiedlichen Größen herstellen zu können.
Es gab verschiedene Arbeitsstationen, an denen wir, wie am Fließband arbeiteten um eine effektive Produktionskette zu bilden. Vom Zuschnitt der Stoffe, über das Aufbügeln des Bienenwachses bis hin zur Etikettierung der fertigen Tücher, haben wir alles selber erarbeitet und umgesetzt. Das fertige Ergebnis zu sehen, hat uns mächtig stolz gemacht.

Wachstücher aus Bienenwachs
Wachstücher für den Kühlschrank die alternative Verpackung

Auch bei den Besuchern des Adventsbasars kamen unsere Bienenwachstücher sehr gut an, was der schnelle Ausverkauf bestätigte. Somit haben wir einen kleinen Beitrag dazu geleistet, unsere Welt ein kleines bisschen plastikfreier zu machen und haben damit auch noch unsere Klassenkasse aufbessern können.  Wir danken dem Bienenhirten ganz herzlich für die Unterstützung, dank der wir dieses Projekt umsetzen konnten!

Herzlicher Dank für Text- und Bilderstellung gehen an Deborah Weiß – insbesondere auch bei den beiden unten angefügten sehr sehenswerten Downloads!

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Wachsschmelzen mit dem Kombitrichter im Selbstversorgerkanal

Bienenhirte Selbstversorgerkanal Besuch

Wachsernte von und mit dem Selbstversorgerkanal von RRhase – und das kam so:

Da bestellt doch tatsächlich der, von dem ich schon so manche Stunde Videomaterial genossen habe eines Tages einen dieser Bienenhirte Kombitrichter. Ein PROMMI mit > 100.000 Abonnenten bei Youtube bestellt in meinem kleinen Imkerunternehmen. Die Freude meinerseits war groß.

Kombitrichter

Der Kombitrichter ist allein eine innovative Weiterentwicklung des bekannten Wachsschmelztrichters, wie es ihn bereits in verschiedenen Varianten und seit langem gibt. Die wesentliche Neuerung ist die Möglichkeit zur Umrüstung als ein Entdeckelungsgeschirr, aber das ist eine andere Geschichte.

Neulichimgarten – gemeinsamer Videodreh

Da der Selbstversorgergarten von Neulichimgarten vom Bienenhirte in Bochum durchaus erreichbar weit entfernt liegt, habe ich eine Auslieferung und eine Inbetriebnahme vor Ort angeboten. Ralf und ich haben uns verabredet, diese Inbetriebnahme auch gleich in einem Vlog festzuhalten.

Gesagt getan. Am Drehtag war gut frisch aber zum Glück auch sehr sonnig. Mein Bienenhirte T-Shirt war eigentlich die falsche Kleidung und kam daher dann nur dezent zur Geltung. Vielleicht aber auch besser so, denn es ging ja auch eigentlich zugegeben um den Trichter in der dritten Generation. Jetzt ist bereits die vierte Generation in Auslieferung.

An dieser Stelle sei auf den Gelungenen Blog von Ralf hingewiesen. Weit über die für mich im Bezug auf den Kombitrichter so interessanten Bienen und deren Produkte finden sich bei Neulichimgarten etliche Informationen und Erfahrungsberichte zu Gänsen, Hühnern, Gärtnern und vielem mehr im Selbstversuch der Selbstversorgung.

Funktionsweise

Als Inbetriebnahme des Kombitrichters eignet sich die Videoanleitung via Youtub bereits sehr gut. Wer es sich lieber ausdrücken und mit zum Aufbau nehmen möchte, für den hat es auch eine .pdf Variante. Diese Datei sende ich gerne zu, einfach via Kontaktformular oder per info@bienenhirte.de eine Nachricht schreiben Betreff: Funktionsweise Kombitrichter. Diese Bedienungsanleitung wird ständig aktualisiert und gelegentlich auch mal hier im Blog eingestellt.

Zur Vereinfachung sei die Wachsschmelztrichter-Anleitung hier auch gleich zum Download angeboten.

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Imkereibedarf mit BitCoin kaufen – Bienenhirte beginnt mit Akzeptanz von Kryptowährungen

Imkereibedarf mittels BitCoin

Imkereibedarf in Bochum gab es bislang gegen Bargeld oder Banküberweisung. Imker pflegen allerdings auch den Tauschhandel bzw. mit ihrem Altwachs, mit Honig oder Bienen selber. Da liegt es nahe, dass auch andere Tauschmittel wie die zusehends verbreiteten Kryptowährungen in Betracht kommen. BitCoin ist unter diesen digitalen Zahlungsmitteln das derzeit führende Geld, heute am 19.12.2016 wurde der erste Handel abgeschlossen.

BitCoin ermöglicht ein sehr rasches und kostensensibles Bezahlen. Auch in der Diskussion war bei diesem Onlinegeschäft die Zahlung via PayPal, wovon jedoch Anstand genommen wurde. BitCoins ermöglichen insbesondere im internationalen Geschäft Verbindungen, welche bislang kaum möglich waren. Kryptowährungen wie der BitCoin kommen der Globalisierung entgegen, sie ermöglichen jedoch auch Onlinegeschäfte nationaler Art und das ganz ohne eine eigene Bankverbindung.

Schlüssel für die Nutzung von BitCoin ist das Internet und für den effektiven Einsatz ein entsprechendes SmartPhone. Eine Zahlung ist in aller Regel bereits in 10 Minuten nicht nur dem eigenen BitCoin-Konto abgezogen sondern auch dem Empfängerkonto gutgeschrieben. Mit Wertstellung, was nichts anderes bedeutet als das es von dort unmittelbar weiter überweisen werden könnte. Das lässt traditionelle Banküberweisungen recht alt aussehen. Ich selber kenne telegrafische Überweisungen und selbst die (nur wenigen Menschen vorbehaltenen) Services kommen da nicht zuverlässig mit.

BitCoin für Bienenzubehör als neuer Standard?

Inwiefern dieses erste Geschäft nun einen Dammbruch erzeugt – es sind leichte Zweifel angezeigt. Es zeigt allerdings eindrucksvoll gleich mehreres:

  1. Die Nachfrage für alternative Zahlungsmöglichkeiten ist gegeben
  2. Die Bezahlung mit BitCoin funktioniert einwandfrei (und das bei selber noch anfänglicher Kenntnis)
  3. Die Bezahloption wurde genutzt obgleich sie bislang nicht einmal im Bienenhirte-Shop integriert, was umgehend nachgeholt wird/wurde

BTC beim Bienenhirte seit 19.12.2016
Erste Bestellung bzw. Bezahlung von Imkereizubehör mit BitCoin

Die Verfügbarkeit von BitCoin ist noch ausbaufähig und -bedürftig. Zum Glück gibt es nahezu unzählige Initiativen und Projekte, welche derzeit an einer Besserung der Infrastruktur arbeiten, ein Bochumer Anbieter ist bspw. der BitCoin-Treff.

Die Fülle seiner Vorteile kann BitCoin speziell dann ausspielen, wenn er im internationalen Handelsverkehr eingesetzt wird. Hier ist noch das richtige Produkt gefragt, dann sind wohl auch vom Bienenhirte mehr Geschäfte und BitCoin Transaktionen zu vermelden. Auch wenn Imkerei ein vielfach regionales Geschäft ist, so wird doch oft auf Wachs für Mittelwände aus Afrika, auf original Dadant Rauchgeräte aus den Vereinigten Staaten von Amerika oder Honigschleudern aus Dänemark, Serbien und Italien zurückgegriffen. Der Honig kommt in Deutschland hoffentlich zukünftig vermehrt von hier.

Vermutlich dauert es noch eine ganze Zeit, bis sich der BitCoin und andere Kryprowährungen zu Bienen und Imkern Bahn gebrochen haben. Bis der Honig und andere Bienenprodukte ganz normal gegen BitCoin getauscht werden, das könnte hier und da schon in naher Zukunft möglich sein.

Dieses erste Bienenhirte Geschäft von heute Nachmittag lässt auf eine rasche Entwicklung hoffen. Rasch werden jedenfalls die bestellten 10 Zanderrähmchen morgen nach Hamburg gehen und pünktlich zum Weihnachtsfest, nicht zuletzt dank der sehr raschen Transaktion von BitCoin, möglicherweise dort unter einem Weihnachtsbaum liegen.

Ist ein anderen Imkereibedarf mit BitCoin Akzeptanz bekannt?

… gerne in die Kommentare unten 🙂

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Entdeckelungsgeschirr für Honigwaben und wenig Geld

Entdeckelungsgeschirre für die Honigernte gibt es viele. Einige davon sind richtig gut. Worauf kommt es bei einem guten Entdeckelungsgeschirr aber eigentlich an? Was zeichnet beliebte Entdeckelungsgeschirre aus?

Kriterien für ein gutes Entdeckelungsgeschirr

Rähmchenbügel auf Deutschnormalstellung
Entdeckelungsgeschirr für Deutschnormal Rähmchen in einfacher Adaptierbarkeit

Entdeckelungsgeschirre sollen ein einfaches, rasches und ermüdungsarmes Arbeiten ermöglichen. Imker wollen rasch die Wachsdeckel von ihren Honigwaben entfernen und dabei soll sich die leckere Sauerei im Rahmen halten.  Oft sind viele Rähmchen oder sogar viele Zargen voller Honig und wollen entdeckelt werden.

Einfaches Entdeckeln gelingt dann, wenn die Rähmchen einen festen Halt finden. Erreicht wird das oft schon allein dadurch, dass die Rähmchen voller Honig ein hohes Eigengewicht haben. Ein Zanderrähmchen voller Honig bspw. wiegt locker 2 Kilo und mehr. Der Halt des Honigrähmchens erfolgt durch Schwerkraft, bedingt auch durch den Neigungswinkel im Entdeckelungsgeschirr und weiter bisweilen durch mechanische Sicherungen.

Rasches Entdeckeln geht dann einfach, wenn die Abläufe sich flüssig aneinander reihen lassen. Entdeckelungsstraßen von mehreren Stationen eignen sich besonders gut. Wenn in einem ersten Schritt Rähmchen entdeckelt werden, in einem zweiten Schritt die entdeckelten Rähmchen zwischengelagert werden und anschließend das Schleudern erfolgt, so kann an mehreren Arbeitsstationen zusammenhängende Arbeit mit zunehmender Geschwindigkeit geleistet werden.

Ermüdungsfreies oder zumindest ermüdungsarmes Entdeckeln der Honigwaben gelingt einerseits mit geeignetem Aufbau der Arbeitsstationen und dann selbstverständlich an geeignetem Arbeitsgerät. Ergonomische Anordnung der Rähmchen in der Entdeckelungseinrichtung mit einem guten Winkel erlaubt das kraftvolle führen der Entdeckelungsgabel. Bei größeren Wabenbeständen wird bisweilen auch zu einem Heißföhn gegriffen, der Honigwabendeckel abplatzen lässt oder sie aufschmelzen kann.

Kritik an so manchem Entdeckelungsgeschirr

Wabenbock ohne Honigsumpfgefahr
Entdeckelungsgeschirranbau hier im Bild ein brauchbarer Wabenbock mit “Gitterboden”

Der Goldstandard in der Imkerei ist bezogen auf die Honigverarbeitung sicherlich Edelstahl. Bisweilen kommt auch Kunststoff zur Anwendung, aber wenn es sich vermeiden lässt? Weniger Plastik bringt Vorteile bspw. in Sachen Verschleiß. Plastikwannen in so manchem Entdeckelungsgeschirr sind grenzwertig. Sie sind leicht und lassen sich je nach Profil auch gut reinigen, hier punkten sie. Oft sind Entdeckelungsgeschirre jedoch in der Zeit der Nichtnutzung recht Raumgreifend. Platz den der Imker anders nutzen kann.

Der Honigsumpf in der Warteschleife lässt sich mit herkömmlichen Wabenböcken als Teil von Entdeckelungsgeschirren kaum vermeiden. Die Rähmchen stehen nach der Entdeckelung in einem Wabenkamm und im eigenen Saft. Nachteil hier ist, dass sie beim Weitertransport leichter tropfen.

Positiv hervorheben lässt sich, so vorhanden, ein integriertes Abtropfsieb. Ein Abtropfsieb als integrierter Bestandteil des Entdeckelungsgeschirres ist nett, denn er spart Arbeit.

Entdeckelungsgeschirr vom Bienenhirte

Entdeckelungsgeschirr Zander Detuschernormal
Entdeckelungsgeschirr für Honigwaben aus Edelstahl

Die Lösung für Imker vom Bienenhirte besteht aus einem puristischen, nur dreiteiligen Entdeckelungsgeschirr aus Edelstahl. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • einfache Montage, Reinigung und Handhabung mit glatten lebensmittelechte Flächen
  • robuste Verarbeitung für langlebige Freude am Material
  • rutschfester Stand mit kleinen Gummifüßen
  • hiesige Herkunft aus Schwerte, NRW

Übrigens: Es gibt das Bienenhirte Entdeckelungsgeschirr auch modifiziert als Wabenbock zur Zwischenlagerung von bereits entdeckelten Rähmchen. Diese hängen frei und können ungehindert bis zum Ausschleudern in die Fangschale für Honig abtropfen. Es handelt sich um Systemgleichheit, die Bügel sowie die Grundplatten sind untereinander nach Belieben austauschbar.

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Bienenhirte Bericht Ende April 2016

Imkereibedarf in Gelbe Seiten

Bienenhirte Arbeitsbericht zu Ende April 2016

Bienenhirte Logo in Rosenholz
Passendes Türschild für den Bienenhirte

Es ist Ende April, die Kirschen stehen in auslaufender Blüte, der Raps ist voll in Blüte und es gibt Schneeregen. Der Imker wünscht sich ein anderes Wetter und muss bisweilen bereits nachfüttern um die kargen ersten Reserven der Bienen aufzufrischen. Ein Brutknick steht insbesondere bei höheren Lagen bei schwachem Futtervorrat zu erwarten. Finden die Bienenvölker nicht die täglich etwa 200g Futter, so recyceln sie bereits angelegte junge Brut um damit die nahezu verpuppungsreifen Larven noch in die Verdeckelung zu bekommen. Neue Brut wird nicht mehr angelegt. Dieser Zustand ist bei Zufütterung vermeidbar.

Winterfutter und Futtertaschen sind also im April wieder gefragt, was den Händler freut ist für Bienen und Imker als ehr suboptimal zu bezeichnen. Erfreulich viele Völker haben es jedoch durch den letzten Winter gebracht und wachsen nun auf bereits eingetragenem Pollen erfreulich. Beuten gehen bei vielen Anbietern bereits zur Neige und sind teilweise mit mehrwöchigen Lieferzeiten im Rückstand.

Auch den Bienenhirte hat es erwischt und zwar kurzzeitig mit Wachsmittelwänden und derzeit noch mit den Hochböden in Zander für die Einfachbeute nach Dr. Liebig im Hohenheimer System. Noch diese Woche wird der sehnlich erwartete Nachschub in Bochum erhofft.

Imkerwerbung ausgebaut

Imker wie auch ich mit dem Bienenhirten einer bin können verschiedentlich auf sich aufmerksam machen. Hierzu kann heute besonders gut das Internet verwendet werden. Ich tue dies mit unterschiedlichen “Sozialen” Netzwerken wie Facebook, mit Twitter, Pinterest und anderen.

 

WhatsApp für Imker und Imkereiinteressenten

Ein etwas vom Klassischen abweichender Weg ist die Bienenhirte WhatsApp Gruppe, diese erfreut sich mit aufkommendem Bienenjahr wieder mehr Leben. Just aus dem jüngsten Dialog dort hier ein kleiner Auszug:

Rund 50 Mitglieder mit einer erfreulich hohen sachlich lebendigen Diskussion zu Imkerei
WhatsApp Imkergruppe Bienenhirte im April 2016

[26.4. 19:33] BIENENHIRTE: So recht hat es sich mir noch nicht erschließen können, wozu eine Bannwabentasche im Rahmen der Varroabekämpfung gute Dienste leistet?
[26.4. 19:38] Grün: Gruss aus der Schweiz
[26.4. 19:41] Rot: Willkommen wie ist das Wetter in der Schweiz wie weit seit ihr da mit den Bienen und der Tracht
[26.4. 19:45] Grün: Hi Wetter schlecht. Zuviel Biese. Honigräume eher mager. Kann sich aber ändern wenn es wärmer wird. Bleibt ja nicht so.
[26.4. 20:04] Grün: Wie ist es bei euch in D?
[26.4. 20:31] Rot: Bei mir ist das leider nicht anders aber mein Völker können die Zeit gut gebrauchen dann sind sie schön stark wenn es los geht
[26.4. 20:35] Rot: Ja bei mir alle bis auf 1 aber die können schön den HR ausbauen hatte da nur Mittelwände
[26.4. 20:37] Grün: Ich auch da ich im HR nur neue Waben nehme. Zeit haben sie jetzt definitiv. Es hat gestern leicht geschneit
[26.4. 21:27] Blau: Hab ein Wirtschaftsvolk mittlerweile auf 11 Rahmen inkl. Drohnenrahmen…. Alles voller Brut… Soll man da schon Ableger machen… Denn Kasten ist sehr voll mit Bienen … Bauen meine 2 Zarge nicht wirklich aus. Honigraum ist auch schon gut gefüllt 5/10 Waben
[26.4. 22:21] Orange: Ihr könnt denen Platz zum Bauen geben wie Ihr wollt, aber bei den Temperaturen bauen die weder Waben noch HR aus. Sobald die Temperaturen steigen und Tracht rein kommt = wenn Platz gebraucht wird, dann bauen die aus.
Von mehreren Imkern habe ich schon gehört: “Wenn es kalt ist sind alle Bienen zuhause und haben Langeweile, deswegen bauen Sie in der Zeit alles aus.”
Nach meiner Erfahrung ist das Schwachsinn! Bienen arbeiten nur wenn es auch Sinn macht.
[26.4. 22:25] Gelb: @orange: So kenne ich es auch – die Tage passiert nix
[26.4. 22:30] Rot: Ok
[27.4. 09:40] Magenta: Soll ich den Honigraum oder den Brutraum aufsetzen wenn es wieder wärmer wird. Habe einen starken Einzarger.
[27.4. 09:59] Weiß: Leute, lasst bei den Temperaturen bloß eure Völker zu. Die haben sich jetzt alle zu einer Traube zusammengekauert. Sobald ihr denn Deckel aufmacht geht wertvolle Wärme verloren. Lasst sie in Ruhe bis es wärmer wird >10°C. Die tragen momentan eh nicht ein!!!
[27.4. 10:07] Rot: Ja einfach vergessen und in einer Woche wieder daran denken
[27.4. 10:51] Grün: Ich denke, so ist es bei uns in der CH, bei solchem Wetter die Bienen in Ruhe lassen und nicht rumnodern. DW geben wir schon je nach Wetter Anfang Mitte April. Gruessli Ja aber nicht jetzt. Meine bleiben bis es warm wird. Was meinen die profis hier?
[27.4. 11:13] Bege: Bei uns im Norden fliegen sie. Honigraum ist gut gefüllt
[27.4. 11:37] Grün: Ich orientiere mich gerne an Frau Aumeier und unseren Betreuern im Verein. Die CH ist so klein da sprechen wir uns ab bez. Vorgehen etc. und Behandlung
[27.4. 11:50] Gelb: Mir sind 4 Wochen Brutpause zu viel – ich mache lieber einen Ableger, da kann ich genauso gut Varroa reduzieren, kann dann aber entscheiden – rückvereinigen / zum Wirtschaftsvolk weiter entwickeln / als Königinreservoir etc. ….
[27.4. 11:51] Bege: Kann man ja gleich Kunstschwarmverfahren machen
[27.4. 12:05] Weiß: Kunstschwarm ist ein super Verfahren um die Volkstärke zu erhalten. Bei uns im Ruhrgebiet gehen die Temperaturen momentan nicht über acht Grad und nachts sogar bis null. Ich lasse alles zu und wurstel es nicht großartig rum. Erst wenn wieder wärmer wird!!!
[27.4. 12:08] Magenta: Von unten kurz nachfüttern dürfte doch kein Problem sein? Oder?
[27.4. 12:10] Weiß: Musst du zwingend nachfüttern!? Hast du mal gewogen? Das mit dem Wetter wird ja jetzt nicht noch Wochen dauern!!!!
[27.4. 12:18] Magenta: Als es noch wärmer war hatten die kaum was eingelagert. Kann ja keiner ahnen, dass es so kalt wird.
[27.4. 12:24] Weiß: Kaum was, ist ja keine Maßeinheit Du musst schon wiegen. . .
[27.4. 12:27] Magenta: Okay….Handwaage kaufen War auf jeden Fall kein Futterkranz zu sehen Vor einer Woche habe ich 1 kg zu 3:2 gefüttert
[27.4. 12:33] Weiß: Ja bevor sie verhungern musst Du wohl oder übel aufmachen. Aber nicht lange rum hampeln und Waben ziehen!!!
[27.4. 12:37] Magenta: Neee, kippen Sirup rein fertig
[27.4. 12:40] Grün: Ich würde schon schauen welches Futter jetzt passt. Zum lesen
Www.diebiene.de/futterkontrolle
[27.4. 13:26] BIENENHIRTE: Ein Kilo ist in einer Woche verfrühstückt
[27.4. 14:14] Magenta: Das Futter wurde gut angenommen. Die Schule war leer. Von unten konnte ich Wildbau an zwei Rähmchen entdecken. Am Flugloch war auch schon wieder was los.
[27.4. 14:17] Grün: Unten füttern habe ich noch nie gesehen. Danke für das bild [bild hier nicht widergegeben]
[27.4. 14:30] BIENENHIRTE: Soll bei kalter Witterung besonders gut funktionieren
[27.4. 15:09] Orange: Was heißt denn “Es konnte ja keiner Ahnen, dass es so kalt wird” Ein Imker der das Wetter nicht beachtet, der hat die Zusammenhänge der Natur nicht verstanden. Ich schaue mir fast täglich die Vorhersage der nächsten Tage an und die Langzeit Prognose.
Ich wusste wie lange es ungefähr kalt seien wird und habe – weil es nötig war – gefüttert. (Neopoll)
Ich habe mich nie sehr für das Wetter interessiert. Doch als Imker ist es ungeheuer Wichtig.
[27.4. 15:15] Orange: Von unten Füttern ist nur als Notfütterung im Winter angebracht.
Denn wenn die Traube unten hängt, dann kommt Sie so noch ans Futter.
Jetzt (bei 2 Zargern) sitzen Sie oben und nicht unten. Und in der Regel nicht in einer Traube.
Jetzt würde ich von oben füttern, da wo die Bienen sitzen. Denn die Bienen wärmen jetzt die Brut und wollen nicht erst nach unten gehen müssen. Außerdem bedeutet füttern von unten immer eine Verunreinigung des Futters, weil das ganze Gemüll ins Futter fällt.
[27.4. 16:43] Grün: Danke orange für die fachmännische Erläuterung. Ich hatte vor dem auswintern auch neopoll und in der ch vitalis gefüttert. Nachher füttern wir i.d.R. nicht. Dafür vorher ausreichend. Bevor wir HR aufsetzen muss alles raus was noch nicht von den Bienen verfuttert wurde. Honig geht bei uns ins Labor. Bei Ablegern ist es anders. Die haben auch keine HR.

Google eingerichtet

Post von Google für den Bienenhirte
Bienenhirte bei maps.google.de jetzt auffindbar

Goolge für Imker einrichten geht verschiedentlich. Bislang habe ich den Bienenhirte als Imkereibedarf und Honigprodukte Handel mit einem Eintrag auf maps.google.de erfassen lassen und dazu ein spezielles Bienenhirte Konto bei Google eingerichtet.

Die weiteren Möglichkeiten sind überaus vielfältig. Letztlich ist das Ziel des Eintrages und damit der Zusammenarbeit mit Google immer: Auffindbarkeit. Inzwischen wird der Bienenhirte neben Google Maps auch via Google Bildersuche, in der generischen Websuche und darüber hinaus mit der Möglichkeit von Google Plus erfreulich gut positioniert. Dies hat unterschiedliche Ursachen und so viel kann gesagt werden – liebe Google und sie lieben dich.

Geld ist bislang an Google nicht geflossen. Zunächst werden die freien Wege beschritten und hernach auch weitere mögliche Optionen in Angriff genommen. Das Budget für Öffentlichkeitsarbeit kam an anderer Stelle in eine Anspruchnahme und zwar für einen vielleicht etwas unüblichen oder womöglich auch aus der Mode gekommenen Bereich – die Drucksache “Telefonbuch”.

 

Gelbe Seiten und Telefonbuch

Bienenhirte im Telefonbuch
Telefonbucheintrag für den Bienenhirte Bochum

Gelbe Seiten für eine Imkerei? Nunja – bislang macht das da keiner und der Vertriebler war so nett… Unabhängig davon, auch davon, dass es Geld kostet und im Internetzeitalter antiquiert wirkt, einen Testballon kann man ja mal fliegen lassen. Es soll vorkommen, dass Jungimker bereits so genannte “Best Ager” sind und durchaus mit einem Telefonbuch sehr geübt umgehen können. Fraglich ist dann natürlich die doch recht minimalistische Schriftgröße die der Telefonbuchverlag seinen Einträgen gegönnt hat.

Vielleicht hilft die Eintragung bei den Gelben Seiten und die dort gänzlich fehlenden Mitbewerber. Bislang kann ich von einem Anrufer berichten, der kam jedoch von den Gelben Seiten als diese noch nicht mal gedruckt waren. Er hatte den Bienenhirte als Eintrag im Webangebot der Gelben Seiten gefunden. Auch das mit dem Onlineverzeichnis hat also einem Wert, wenngleich es das Buch nicht unbedingt rechtfertigt. Noch ist die Drucksache Frisch und das Bienenjahr ebenso – über Erfolg und Misserfolg lässt sich auch in diesem Fall erst im Nachgang einigermaßen urteilen.

Sie sind Imker? Wie sind Ihre Erfahrungen mit Werbung und wo fruchtet diese neben dem eigenen Honigetikett am besten? Die Kommentarfunktion hier unten ist frei geschaltet und darf sehr gerne sofort genutzt werden. Ich freue mich und andere sicher auch!

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Bericht vom Bienenhirte Ende Februar 2016

Freie Auswahl im Sortiment des Bienenhirten

Wie steht es mit den Bienen, wie mit den Imkern und was macht der Bienenhirte? Gerne gebe ich von meiner bescheidenen Warte aus ein paar aktuelle Eindrücke und Ereignisse an alle lieben interessierten Menschen weiter – vielleicht gibt es diesem Bericht einmal in gewisser Regelmäßigkeit. Neuerscheinung im Sortiment ist seit gestern und auf besonderen Wunsch ein Bienenhirte Gutschein, heute kann bereits der erste auf Reise gehen.

Wetterlage Frisch bis Frühlingshaft

Hatten wir 2016 bereits sehr früh im Jahr schon die ersten Blüten, so ist es letztlich wieder merklich frisch geworden. Mit fünf Tagen Dauerregen und Temperaturen um die 4 °C hat das im mittleren Ruhrgebiet einigen Bienen dann doch ordentlich an den Futterreserven genagt. Etliche Völker sind bereits in Brut und selbst gut und üppig eingefütterte Völker kommen bisweilen in einen Engpass.

Auch wenn der Regen aktuell in Schnee übergeht und der Himmel blau wie im April ist, es dauert noch bis zu einem guten Futterangebot. Eine Betrachtung der Winterverluste an Bienenvölkern ist noch etwas früh, ein Fazit wird wohl zur “offiziellen” Kirschblüte möglich sein.

WhatsApp Imker Gruppe

Die Imkergruppe auf WhatsApp erfreut sich lebendiger Diskussionen und hat derzeit 42 Mitmacher. Neben kurzweiliger Unterhaltung geht es auch immer wieder an fachspezifische Angelegenheiten wie bspw. die korrekte Etikettierung von Honig unter Beachtung der entsprechenden Vorschriften. Auszüge:

[24.2. 13:11] Grün: Laut Verpackungs Ordnung darf kaltgeschleudert nicht aufs Glas. Honig muss mit mhd. Versehen sein sowie gewicht, Herkunft (Deutschland). Ort reicht nicht kann aber zusätzlich drauf und Hersteller mit Adresse. Falls du eine Sorte angibst, muss min. 60% davon nachweislich drin sein (Pollen Analyse) falls nicht kommt man dran wegen betrug! Und schmecken muss er auch noch danach!!!! Mischung Linde 60% und 40% Löwenzahn da bleibt von der linde nix über aber Löwenzahn Honig ist es auch nicht weil zu wenig Pollen.

[24.2. 13:17] Pink: Zumal das doch eh nur zählt, wenn man den Honig richtig professionell verkauft. Oder?

[24.2. 13:17] Gelb: Nein das zählt beim Inverkehrbringen, also auch beim Verschenken

[24.2. 13:18] Orange: Nein, ist es leider nicht. Schau auf der Seite imkerrechtsanwalt.de nach…dort wird gerade ein Fall aufgeführt wo einer falsche Angaben gemacht hat
[24.2. 13:19] Orange: Und die Pollen sind auch im Honig vorhanden, weswegen man nachweisen kann aus welchem Land der Honig kommt…..mMn werden aber die Sortenprüfung über die Leitfähigkeit auch nachgewiesen

[24.2. 13:24] Pink: Das mit dem Etikettenschwindel ist aber was Anderes. Gibt es denn zu euren Aussagen auch richtige Gesetzestexte o. ä? Rein interessehalber…

[24.2. 13:30] Rot: Ich mische ja nicht mal verschiedene Stände, noch nicht mal unterschiedliche Völker. Bei: http://imkerrechtsanwalt.de/honigpanscher-in-st-wendeler-land-am-werk-staatsanwalt-ermittelte-erfolgreich#more-240 hätte ich dann auch was dagegen

[24.2. 13:32] Orange: @ Pink Honigrichtlinie 2001/110/EG Paragraph 3

[24.2. 13:32] Orange: DIB hat dazu eine Auslegung im Merkblatt 3.4 honigsorten-bezeichnungen herausgebracht wo folgendes drin steht [Bild]

Mitmachen via 01715428706

Imkerapp mit Pflanzenfinder und Bienenquiz
Pflanzenfinder App für Bienen und Imker

Für Bienenfreunde eine Bienen App vom Bundes-Ministerium

Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wendet sich wilden Bienen und Honigbienen zu. Die App lässt noch Wünsche offen, kann allerdings auch im aktuellen Entwicklungsstadium schon einiges bieten.

Über ein Bienen Quiz, in welchem interessanterweise die maximale Honigleistung eines Bienenvolkes mit 20 Kg angegeben wird, bis hin zu einer ganz ansprechenden Pflanzenübersicht für alle mit einem grünen Daumen unter uns…

Weiter hat es eine gesonderte Rubrik mit Bienen Wissen, eine Auszeichnungszelle mit – naja für wer es leiden mag ein paar Orden, welche man sich im Bienenquiz verdienen kann.

Ein Bilderrahmen kann im Konfigurator um eigenes Bildmaterial gelegt werden. Unterschiedliche Bilderrahmen mit Bienenmotiven oder einem Honigglas stehen zur Auswahl und zum Spielen bereit.

BienenApp vom Bund
App vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und offenbar auch Bienen
Die Stärke der App, auch wenn der Geschmack gewiss höchst unterschiedlich ist, liegt mutmaßlich in dem integrierten Pflanzenlexikon. Es ist bereits jetzt so umfangreich, dass die eingebaute Suchfunktion in der Tat Berechtigung hat. Selektieren lassen sich die in der Datei hinterlegten Pflanzen leider noch nicht in Pollenreichtum, Nektarergiebigkeit oder Aussaat bzw. Pflanzzeit. Hier wäre gewiss dem ein oder anderen Spontangärtner noch geholfen. Im aktuellen Stand darf man dann eben alle Blumen einmal durchlesen und separat ein paar Stichpunkte machen. Vielleicht ist das ja auch der eigentliche Sinn dieses Lexikons 😉

Die App für Bienen bzw. Imker und Naturfreunde ist kostenfrei bzw. steuerfinanziert und findet sich direkt auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: http://www.bmel.de/bienenapp/

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Bienenkiste mit Komplikation für die Bienen

Abgewinkelter Brutraum durch nicht fest arretierte Bauleisten

Grundsätzlich ist die Bienenkiste ein Konzept für die Imkerei mit wenig Aufwand. Das System der Bienenkiste hat verschiedene Verbesserungsschritte hinter sich und funktioniert an und für sich gut. Unfälle passieren gleichwohl – oft verursacht durch den imkernden Menschen und nicht die dort lebenden Bienen.

Bienenkiste repariert

Bienenkiste einrichten für den Erstbezug
Bienenkiste einrichten für den Erstbezug

Bevor die Bienenkiste in der Waldorfschule am 29. Juni mit einem Schwarm besiedelt wurde, war sie hergerichtet worden. Es fehlte eine Anfangsleiste, alle Anfangsstreifen waren von den Anfangsleisten gebrochen und die Arretierung für die Anfangsleiste sowie das Trennschied zum Honigraum fehlten.

Das Trennschied wurde neu zugeschnitten und eingelegt, nicht aber richtig befestigt. Die fehlende Anfangsleiste wurde weg gelassen und die Leiste zur Befestigung der Anfangsleisten wurde fest eingeklemmt. An Schrauben wurde gespart…

Bienenkiste aufgestellt

Die zuvor ungeschützt in der Witterung stehende Bienenkiste war teilweise feucht und hatte am Dach leichte Schimmelspuren. Nachdem die Kiste hergerichtet war, wurde sie mit Dachpfannen abgedeckt und diese mit Backsteinen beschwert. Weitere Feuchtigkeit konnte nicht mehr zur Kiste vordringen, die vorhandene zugleich gut entweichen.

Die Bienen haben die Kiste gut angenommen und mit dem Ausbau begonnen. Flug und Polleneintrag war reichlich zu beobachten.

Bienenkisten Unfall

Quer geteilter Brutraum in der Bienenkiste
Quer geteilter Brutraum in der Bienenkiste

Irgendwann muss die Bienenkiste soweit getrocknet sein, dass die Klemmverbindungen nicht mehr Spannung hatten und instabil wurden. Der Trennschied kippte in den Honigraum und die Anfangsleisten fielen herab, da die Dort eingeklemmte Leiste hinabgefallen war. Der Bauraum für die Bienen halbierte sich in eine Art Dachgeschosswohnung.

Es hat den Bienen wohl nicht geschadet. Weiterhin ist der Flugbetrieb erfreulich, mit reichlich Polleneneintrag. Im Anbetracht der Instabilität wurde die Kiste nicht gekippt und einfach wieder verschlossen. Der Brutraum dürfte von der Größe für eine Einwinterungsstärke Ausbauraum genug geben, zumal auch ein Durchlass nach hinten durch die fehlende Anfangsleiste gegeben ist. In wie fern mit Zufütterung nun der Bautrieb angefacht werden und der Ausbau nach hinten beschleunigt werden kann, bleibt abzuwarten. Es wird wohl in der kommenden Zeit gelegentlich in geringen Mengen von hinten Zuckerwasser gegeben.

Weiteres Vorgehen

Bei der Beginnenden Bautätigkeit 2016 wird das Expansiopnslimit nach aktueller Gegebenheit recht schnell erreicht sein. Hier wird der erste Schwarm abgewartet und dann die Kiste saniert. Dabei sollen die Waben in Rähmchen eingehängt werden und dann die Kiste richtig, solide neu hergestellt werden.

Zwischenzeitlich ist das breite Flugloch der Bienenkiste mit Papier eingeengt worden. Die Waben sind durch den Flugschlitz schon sichtbar gewesen und lassen sich mit einer schmalen Pforte gewiss besser verteidigen. Sie müssen schließlich auch gegen menschliche Dummheit (provisorische Schnellschüsse) an arbeiten…

 

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Räuberei bei Bienen vermeiden

Honigeimer mit Räuberbienen

Räuberei bei Bienen ist ein Problem, speziell zum Ende jedes Bienenjahres. Werden die Trachtangebote dünner und rückt der Winter näher, so macht sich bei den Bienen eine gewisse Hektik und Torschlusspanik breit. Viele erfahrene Flugbienen treffen auf ein bisweilen sehr dünnes Blütenangebot und sind sehr empfänglich für noch so kleine Gelegenheiten, Honig direkt zu bekommen. Beute zu machen.

Räuberei auslösen

Bienen beim "Abschlecken" eines Honigschabers
Honigwerkzeuge üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Sommer- und Herbstbienen aus

Räuberei kann auf unterschiedliche Weise ausgelöst werden. Ein sehr wesentlicher Punkt ist die Erreichbarkeit von offenem und stark duftendem Futter. Ideal ist Honig. Wenn also eine Standdurchsicht mit vielen Völkern in der Hitze der Mittags- oder Nachmittagssonne bei vollem Flugbetrieb durchgeführt wird. Wenn dann sogar eine Honigernte per Besen erfolgt, dann ist Räuberei so gut wie vorprogrammiert.

Auch Wachsverarbeitung oder die Honigschleuderei bzw. das Honigabfüllen in unverschlossenen Räumen, offenen Unterständen oder komplett unter freiem Himmel in der Mittagszeit provoziert Räuberei.

Räuberei vorbeugen

Provisorisch eingeengtes Flugloch erleichtert den Wächterbienen die Arbeit
Mit Zeitung rasch eingeengtes Flugloch

Zur Vermeidung von Räuberei bieten sich die frühen Morgenstunden um das Zeitfenster des Sonnenaufgangs als idealer Zeitpunkt für die Arbeit an den Bienen an. Hier ist noch kein oder nur sehr wenig Flugbetrieb, die Beuten lassen sich zudem komplett verschließen. Vollständig geschlossene Fluglöcher verursachen bei den Eingesperrten Bienen wegen der niedrigen Sonne und kühlen Morgentemperatur kaum Irritation. Zudem sind die Flugbienen daheim und kehren nicht nach und nach suchend zur Beute zurück.

Wachsverarbeitung und Honigarbeiten lassen sich in die Nacht oder in vollkommen geschlossene Räume legen. Es ist übrigens ein Irrtum, dass ein Auto vor Räuberei schützt. Eine Honigernte in einen sicher geglaubten Kofferraum ist schon öfter in einer wilden Räuberei geendet.

Bei der Futtergabe soll Zuckerwasser oder offener Honig (alles natürlich stets nur in der Beute angeboten) am wenigsten geeignet sein für eine Räubereimeidende Fütterung. Besser geeignet sein sollen Futterteig oder Sirup. Unbedingt vermieden werden sollte in jedem Fall, dass bei der Auffütterung gekleckert wird. Speziell durch den Gitterboden oder von den Zarten tropfende Futterbestandteile können schnell ein ungewollter Wegweiser für Räuber sein.

Räuberei erkennen

Räuberbiene, Mitte, wird abgedrängt
Fremde Biene wird rechts am Eindringen in die Beute gehindert

Die Räuberei an einem Bienenvolk ist durch verschiedene Indizien zu erkennen.

  • Hektischer Flugbetrieb, der sehr viel schneller als der klassischer Flug von zurückkehrenden Bienen ist deutet auf Räuberei hin. Räuber haben es eilig, wollen schnell rein in die Beute und raus mit der Beute
  • Z-Flug mit raschen scharfen Richtungsänderungen vor dem Flugloch. Dieses Flugmuster ohne Landung deutet ebenfalls auf Räuberei hin. Hier werden die Wachen ausgespäht und ein geeigneter Moment und Ort zur Landung und für das Eindringen in die fremde Beute gesucht
  • Rascher Aufflug bei Anheben des Deckels. Ggf. bekannt ist das Entweichen von Drohnen aus dem Honigraum nach längerer Eingesperrtheit(!) Ebenso fliegen Räuber aus einer eben geöffneten beute auf – sie sind erwischt worden und suchen schnell das Weite. Indiz für Räuberei
  • Ein recht sicheres Zeichen für Räuberei bei Bienen ist ein honigverklebtes Flugloch. Wachsreste um das Flugloch, auf dem Flugbrett und an der Beute erhöhen die Gewissheit einer aktiven Räuberei.
  • Kämpfende Bienen am Flugloch sind im Herbst ein recht häufiges Bild. Hier werden Volksfremde Bienen oder Wespen am Eindringen gehindert. So lange diese Verteidigung funktioniert, ist die Situation unter Kontrolle.

Drastisch enges Flugloch zur Stärkung der Widerstandskraft des Bienenvolkes
Es geht auch noch etwas enger als hier

Ein zu enges Flugloch schadet im Spätsommer und Herbst so gut wie nie. Ein zu groß gelassenes Flugloch riskiert mitunter das ganze Bienenvolk oder gar den kompletten Stand.

Eine konstruktive Lösung speziell zur Vermeidung von Wespenräuberei ist so konstruiert, dass einen “Schnorchel” auf das Flugloch gesetzt wird. Direkt bei/über dem Flugloch ist einen feines Gitter, welches Duft-durchlässig für Wespen und Bienen jedoch unpassierbar ist. Die Bienen lernen die Umlegung ihres Einganges während die Wespen auf dem Gitter direkt dem Honigduft nachstreben und den umgelegten Eingang nicht finden. Ein weiterer Vorteil dieser Umlenkung soll sein, dass Eindringlinge von den Wächterbienen im Zuweg noch abgefangen werden können, da sie auch bei Auffinden des Einganges nicht direkt im Bienenvolk sind.

Räuberei beenden

Das Mittel erster Wahl ist die Fluglocheinengung. Es muss dem Bienenvolk die Möglichkeit einer eigenen Abwehr gegeben werden. Steht das Flugloch ohne Fluglochkeil oder mit komplett geöffnetem Keil, so ist dieser zumindest auf die engste Stufe zu drehen. Wenn auf Nummer sicher gegangen werden soll, so bietet sich eine radikale Einengung des Flugloches auf nur etwa eine Bienenbreite an. Zeitung oder auch Schaumstoff bieten sich hierzu an. Natürlich muss darauf geachtet werden, dass bei einer Räuberei durch Wespen eine Zeitung nur sehr vorübergehend Schutz bietet.

Ist der Abend nah und die Räuberei so weit fortgeschritten, dass die Fluglochwachen hoffnungslos überrannt sind, so wird das Volk komplett verschlossen und an einen anderen Stand verbraucht. Hier öffnet man ein Minimalflugloch von einer Bienenbreite. Speziell am Anfang der Imkerei lohnt sich gewiss bei einem Ereigniss wie der Räuberei die sehr zeitnahe Absprache mit Vereinskollegen oder natürlich mit dem Imkerpaten, so vorhanden.

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Bienenschwarm in Bienenkiste: Waldorfschule in Bochum logiert Bienen ein

Bienenschwarm Nr. 6 2015 für die Bienenkiste der Rudolf Steiner Schule Bochum

Ein mehr als ein Jahr hat es gedauert bis der richtige Bienenschwarm für die Bienenkiste der Waldorfschule in Bochum Langendreer gefunden war. Zwischenzeitlich hatte sich sogar ein Schwarm unweit der bereits fertig aufgestellten Bienenkiste in einem Kirschbaum niedergelassen, wollte jedoch aus freien Stücken nicht in die Kiste einziehen und zog weiter.

Frischer Bienenschwarm für Bienenkite aus Dortmund Dorstfeld

Bienenschwarm in Zanderbeute zwischengelagert
Bienenschwarm in Zanderbeute zwischengelagert

Nach Bienen-Schwarmalarm am 18.06. durch eine Hausgemeinschaft in Dortmund Dorstfeld rückte der Bienenhirte aus. Feuerwehr und Polizei wollten den besorgten Bürgern mit dem Rat zu einem Imker allein aushelfen. Es wäre auch schade gewesen, wenn der Schwarm abgespritzt oder mit Löschschaum erstickt worden wäre. Es kam anders, der Schwarm konnte ohne Weiteres geborgen werden. Erfreulich viele Bienen fanden nach kräftigem Abstoßen der Schwarmtraube noch ihren Weg in die aufgestellte Beute. Nach etwa einer Stunde Bienenrettung war der Schwarm im Kasten und der Einsatz konnte erfolgreich beendet werden.

Der Schwarm wurde für eine Nacht ruhig und Dunkel aufgestellt. Es musste schlicht die Zeit bis zur Einlogierung überbrückt werden.

Bisheriger Leerstand in der Schul-Bienenkiste

Bienenkiste einrichten für den Erstbezug
Bienenkiste einrichten für den Erstbezug

Seit der erfolgreichen Teilnahme an der Ausschreibung für Schulbienen in Bienenkisten ist die Waldorfschule Bochum stolze Besitzerin einer Original Bienenkiste. Diese diente im Schulgarten bislang als beliebte Sitzgelegenheit – ihre eigentliche Bestimmung war ihr noch vorenthalten. Dabei ist die Lage ideal. Ein nach Süden ausgerichteter, windgeschützter Standort im Schulgarten mit reichlichem Bewuchs an Obstbaumen und aktuell blühender Brombeere.

Modernisierung für den Erstbezug der Schulbienen-Bienenkiste

Bislang nicht montierte Bauleisten mussten noch in die Bienenkiste eingebracht werden. Es fehlte zwar eine Bauleiste zum vollen Duzend, hier wird schlicht darauf gesetzt, dass die Schulbienen bevorzugt dort bauen, wo dies der Imker für sie vorgesehen hat. Im Übrigen sind die Baustreifen eine Anregung, über deren Annahme man sich freut und bei deren Verschmähung interessantere Bauformen entstehen. Auch das Trennschied zum Honigraum musste noch improvisiert werden, da spontan nicht auffindbar. Nach Eindeckung der Bienenkiste mit soliden Dachpfannen konnte die Einlauframpe montiert werden und die neuen Bewohner kommen.

Einlaufen der Bienen in die Bienenkiste

Einlaufen in die Bienenkiste
Einlaufen in die Bienenkiste

Der große Moment für alle Beteiligten nährte sich mit der Öffnung der Bienenbeute und Zuführung der Bienen an die Bienenkiste. In nicht mal einem vollen Tag hatte der Bienenschwarm am Deckel der Bienenbeute bereits einen kleinen Wabenbau in Form eines “Minihufeisens” erstellt UND die Königin hatte hier bereits mit der Eiablage begonnen. Eingesperrt war der Schwarm bis zu Öffnung gerade einmal 14 Stunden. Der Wildbau konnte leider nicht mehr direkt in an die Anfangsstreifen der Bienenkoste montiert werden, er ging als Anschauungsobjekt und erster Handschmeichler aus der Produktion der Schulbienen in interessierte Hände weiter.

Bei recht frischem Wetter mit zeitweisem Regen erklommen die Bienen die Rampe zu ihrem neuen Heim. Nach kurzer Zeit stellte sich das erhoffte Sterzeln ein. Die vordersten Bienen signalisierten ihren Schwestern den Weg zur neuen Bleibe. Erfreulicherweise konnte die Königin im Getümmel aufgefunden werden und ihr Einzug in die Bienenbeute gab Gewissheit, dass der Rest des Schwarmes folgt.

Stand und Ausblick der Bienenkiste

Aufstellung bienenkiste im Schulgarten der Rudolf Steiner Schule Bochum
Aufstellung bienenkiste im Schulgarten der Rudolf Steiner Schule Bochum

Bis auf eine kleine direkt unter dem Vordach der Bienenkiste hatten sich nach zwei Stunden alle Bienen in die Kiste begeben. Die Bienenkiste bleibt auf ihrem Natursteinpodest nun unberührt für 4-6 Wochen stehen. Dann wird eine vorsichtige Begutachtung durch die rückseitigen Klappen vorgenommen und die zwischenzeitlichen Arbeiten der Bienen mit den Schülern erörtert. Zwischenzeitlich werden sich die Schüler in der mehr oder weniger distanzierten Fluglochbeobachtung üben, die Bienen an den Brombeerblüten finden und die bisherige Bienenkisten-Bank als Sitzgelegenheit hoffentlich nicht sehr vermissen.

Die Bienen brauchen nach dem Umzugsstress zunächst einmal Ruhe – es wird weiter berichtet.

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Schwarmbergung an ungewöhnlichen Orten – Besenkammer

Bienen am Stil - in einer Besenkammer

In der Nacht auf Samstag wurde Schwarmalarm in einer Besenkammer gemeldet.
Gelagerte Vorräte waren unerreichbar und eine betagte Bewohnerin in Sorge um Leib und Leben. Bienen sind in aller Regel zwar harmlos, können insbesondere beim Schwärmen jedoch enorme Geräuschkulisse erzeugen. Dann wirken Bienen schnell bedrohlich und flößen Respekt bis hin zu Sorge und Angst ein.

Eindringen des Bienenschwarms

Schon am Tage hatte die Hausbewohnerin eine dichte Bienentraube um den Schornstein tänzeln sehen. Der Schornstein in etwa acht Metern Höhe ist seit langen Jahren außer Betrieb. Am späten Abend fanden sich dann die Bienen am Fuße des Schornsteins in der Besen- und Speisekammer wieder. Mutmaßlich waren sie durch den Schornstein und eine defekte Klappe an dessen Fuß in den Raum gelangt. Das Moskitonetz am Fenster wies keinerlei Eindringmöglichkeit für die Bienen auf. Das Fenster selbst schien ebenfalls dicht.
Die Bienen waren in der Kammer auf mehre kleinen Trauben verteilt. Die Masse der Bienen allerdings saß an einem Besenstiel als lang gezogener Bienenschwarm. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dieser weisellos. Eine Weisel konnte an dem recht gut einsehbaren Besenstiel spontan nicht ausgemacht werden.

Bergung des Bienenschwarms

Möglicherweise befindet sich der Hauptschwarm noch im Kamin und nur ein Teilstück ist davon abgegangen und in das Haus eingedrungen. Leider war der Kamin nicht direkt erreichbar. Auch muss hier wie stets bei Bienenschwarmbergungen die Gesundheit des Schwarmfängers beachtet werden… Die Bienen aus der Kammer wurden fachgerecht geborgen. Bei der beengten Bergung war auffallend mehr Unruhe der Bienen als bei der Bergung vergleichbar kleiner anderer Schwärme feststellbar. Diese Unruhe der Bienen spricht ebenfalls für die Vermutung, einen Schwarm ohne Königin gefangen zu haben. Die Bienen wurden nach einer kurzen Nacht in “Kellerhaft” mit frischer Brut als Bannwabe in eine neue Beute einlogiert.

Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut.